Die Zeit rennt…
Und nun sind‘s nur noch 42 Tage. Es hat schon was witziges an sich, Tage zu zählen. Oder auch nicht. Je nachdem aus welchem Blickwinkel man es sieht.
So ist eines der Dinge, die ich definitiv vermissen werde, gestern nochmal unternommen worden, als kleinen Ausgleich auf die nächsten 50 Jahre ohne.
Wir waren also um 4.20 Uhr aufgestanden, der Koch durfte Sandwiches machen, (wozu man wenigstens noch gut ist) und um 5 Uhr kam mich dann Glen und Sandy abholen. (Janine wollte einfach partout nicht mit angeln fahren). Um 7 sind wir dann mitm Schiff raus und wurden in den Coromandeln auf einen der 20 Inseln auf den „Rocks“ abgesetzt. Dort verbrachten wir den ganzen Tag bis 17 Uhr und hatten großen Spaß. Das ist schon eher ein Angeln, wie ich mir das vorstelle.
Abends gabs dann ein großes Dinner und das war einfach ein tolles Erlebnis. Alle aßen, genossen und lachten ununterbrochen.
Dann haben wir uns die Tage noch mit Steuererklärung und Autokaufbeschäftigt. Steuererklärung auf Englisch ist auch für uns noch etwas zu „complicated“ und da ist jede Hilfe die man bekommen kann, hilfreich.( Wie einfach hingegen eine Unterhaltung per Telefon mit dem Amt ist, ist erstaunlich).
Wie gefällt euch das Bild mit der Luftmatraze? Sieht das kaufs- einladend oder –ausladend aus?
Wir wünschen euch eine schöne Zeit,
Liebe Grüße Tobi & Janine.
PS: Nur das wir hier die Dinge klarstellen und keiner auf falsche Gedanken kommen mag, den größten Fisch habe ich gefangen
. (Auch wenn den Glen auf dem Bild hält, ich war mit saubermachen beschäftigt) Insgesamt waren es 16 Snapper(bestimmt 50, aber legal nur ab 27 cm) und ein großer Kahawai.
Go 4 Green
Einen wunderschönen guten Morgen,
wir hoffen ihr hattet alle schöne Ostern. Wir hoffen, euch geht es nach der ganzen Völlerei auch gesundheitlich gut UND wir hoffen es hat euch großen Spaß gemacht. =)
Wir haben Ostern ganz entspannt verbracht. Am Sonntag waren wir dann zur Nachtschicht im Packhouse arbeiten. Um im Packhouse zu arbeiten, bedarf es nur einer Qualität: schnell arbeiten. Oder doch Quantität?
Das Packhouse besteht aus einer riesigen Halle in dem eine sehr große Maschine Kiwis sortiert, beklebt (mit den netten Zespri Stickern) und sie jedem Arbeitsplatz exakt zuweist. Bei mir kommen alle 1.57 min 73 goldene Kiwis raus. Das macht dann eben 17.520 Kiwis bei der Tagesschicht, und ein paar weniger bei der Nachtschicht, die man in den Händen hält und auf Fehler prüft. Alle 2 Stunden kommt dann ein Supervisor vorbei, schnappt sich 2 Kiwiboxen und prüft sie auf Anzahl und Fehler. Janine hat einen noch besseren Arbeitsplatz als ich bekommen. Sie arbeitet als Grader in einer anderen Halle und sortiert von Anfang an die „schlechten“ Kiwis aus. Die ganze Nachtschicht lang, und dabei ist ein schönes Phänomen zu beobachten. So bald die Maschine zur Pause ausgestellt wird und keiner den Gradern Bescheid gibt, klappen die mit dem Kopf aufs Fließband, weil die Kiwis ja plötzlich stoppen und der Kopf automatisch nachgibt.
Leider regnet es gerade ununterbrochen wie aus Strömen und so haben wir bis Samstag keine Arbeit, weil einfach keine Kiwis vorhanden sind. Wir sind zuversichtlich und leider bleibt uns nichts anderes übrig als unsere Zeit hier im Paradies einfach nur zu genießen.
Was da wäre:
. Mit den Kids(13 und 9, Enkel von Tony&Rob)und Even(13) jeden Tag anderen Blödsinn machen. Aalsuche, Fresh Water Crayfish (Hummer), Possums oder auch Forellenangeln lieben die beiden Stadtkinder einfach. Da ich noch nie Xbox360 gespielt habe, werde ich hier reichlich Experten vorfinden.
. Kochen. Janine liebt es einfach und freut sich wie ein kleines Kind, wenn es wieder etwas frisches oder heißes aus dem Ofen gibt. Dasselbe gilt fürs Backen und erst Recht für den Heidelbeercrumble von Rob. Und Janine isst hier nicht nur haufenweise Fisch am Stück (natürlich den äußerst „preiswerten“ Red Snapper, den man hier glücklicherweise einfach selber fängt), was mich verblüfft, sie kocht auch einfach fabelhaft neue Dinge und bildet mit Rob und den Kids ein Spitzenteam.
. Natur. Und die spricht einfach für sich. Tony zeigte mir Plätze auf seinem riesigen Grundstück, die wahrscheinlich noch nie andere Menschen auf der Erde zugesicht bekommen haben. 2 Flüsse für sich benutzen zu können, einen riesigen Wald und eine Aussicht+Ruhe, für die andere Millionen für Villen zahlen, ist einfach unglaublich.
.Arbeit auf dem Grundstück. Vor ein paar Tagen haben wir den Fluss mit ein paar Kubikmetern Steinen zusätzlich versorgt. Da er bei Überschwemmungen immer Teile der Hauseigenen Straße einreißt, wurden Pfeiler mit einer Stahlnetzmatte eingesetzt, die verhindert, dass weitere Steine in den Fluß rutschen. Ich durfte die Arbeit dann mit Even am nächsten Tag weiterführen, und liebe es mit Quadbike und Trailer zu arbeiten.
.Angeln. Egal ob Trout/Boat/Rocks, Spaß ist garantiert.
Und wenn es dann doch mal langweilig wird, gibt es immer noch 2 Hunde und 2 Katzen, einen Computer mit Internet und einen mit Spielen
Es ist sehr beruhigend zu wissen, dass neues Geld auf unser Konto fließt und wir uns schon wieder auf Arbeit freuen.
Last but noch least, kommt ein lieber Gruß an Euch, wir wünschen euch ein schönes Wochenende und schönes Wetter. Die Nächte hier werden kälter und es wird nicht das letztemal gewesen sein, das sich Janine trotz 3-er Decken eine Wärmeflasche aufbereitet hat. Der Herbst bricht an.
Herzliche Grüße
Eure Janine & Tobi
PS: Diesen Blog hatte ich vor einer Woche geschrieben. Mittlerweile sind wir fest in die Tagesschicht integriert. Ich bin zum Stacker aufgestiegen(und liebe mein Workout) und Janine zum QC(Quality Control). Wir haben eine 6 Tagesarbeitswoche(9,5 h p.T.) und freuen uns, dass wir ausschließlich gutes Feedback bekommen haben.
PS: Jetzt packen, stacken, graden und strapen wir uebrigens die gruenen Kiwis die nach Europa gehen.
Go 4 Gold
Hallo Ihr Lieben,
wir sind wieder an einem Ort, wo wir uns schon einmal sehr wohl gefühlt haben. Das war im Oktober und nun sind wir wieder hier, in Pauanui. Es war einfach herrlich unsere Freunde zu besuchen, Antony & Stef, die während wir weg waren, geheiratet haben, Glen und Sandy, natürlich Tony & Rob bei denen wir die nächsten 3-4 Wochen bleiben werden, und viele andere.
Doch bevor wir in Pauanui ankamen, nahmen wir die Fähre in Picton und fuhren anschließend von Wellington in einer Tour zum größten See Neuseelands, Lake Taupo. Doch leider mussten wir feststellen, dass Janine die See nicht so gut vertraegt. Nachdem es immer und immer wieder schaukelte, legte sie sich auf meinen Schoß und schlief ein wenig, damit es ihr besser ging. Mit gutem Erfolg ? Wir beide wollten uns den See nicht entgehen lassen, zumal es nicht nur der größte See ist, sondern auch der, mit den meisten Zuflüssen Neuseelands. Für mich war natürlich auch sehr interessant, dass in allen Zuflüssen und am Lake Taupo selbst nur Fliegenfischen (Flyfishing) erlaubt ist und eine spezielle Lizenz von Nöten ist, um zu angeln (was schon sehr bedauerlich ist, da ich ja eine für Neuseeland für die komplette Saison habe). Also habe ich mich durchgerungen, mein letztes Geld für eine professionelle Fishing Tour mit einem Guide auszugeben, ich wollte es in Deutschland nicht bereuen. Das ich kläglich scheitern würde, Janine zu überreden mitzukommen, hätte mir gleich klar sein müssen.
Und so kam dann eins zum anderen und eine Stunde nach meinem Anruf kam schon ein 4WheelDrive um die Ecke und wir fuhren los. 250,00 Dollar weniger stand ich dann in kompletter Montur mit Rucksack und Angel mit meinem Guide „Amen“ in der Wildnis und los gings. Ich hatte meinen Spaß, habe in den 4h etwas dazugelernt, den Rest hatten mir schon Antony,Glen, James, diverse Locals und Tony beigebracht. Ansonsten hatte ich mich schon im voraus gewundert, wieso mich alle gelehrt haben, entweder morgens um 5 oder ab 18 Uhr fischen zu gehen (Jagdzeit beginnt) und mein Guide mich bei glühender Mittagshitze um 12 bis 16 Uhr rausnimmt. Auf meine Frage, ob es jetzt nicht schlecht wäre, sagte er: You can go when you’re ready to go. Haha…
Naja, wir haben NULL Fische gefangen. Und der Beweis damit war schon klar, ich als Mensch hätte morgens um 2 Uhr auch keine Lust auf n Steak. So sahen wir haufenweise Fische, aber keiner Biss. Ich ärger mich nur ein klein wenig, bin aber froh es trotzdem getan zu haben. Zum Schluss verlor er dann noch unseren einzigen großen Trout an der Angel. Ihr müsstet mal das Werbeprospekt sehen…
Dann hat uns unser süßer Van eines morgens einen klasse Streich gespielt, es sprang nicht an. Dann rollte Janine (das war ein Foto wert) den Van in die Sonne, weil wir bergab standen, und ließen ihn aufwärmen. In Pauanui brachten wir ihn gleich zur schon bekannten Luigi Werkstatt, der ihn auch sofort fixte und uns läppische 40 Dollar abnahm. Wir bedankten uns mit Worten und Süßigkeiten, worauf er uns über Ostern zur Fischtour einlud. Die Menschen hier sind doch einfach anders, und wir mehr als dankbar.
Das wichtigste aber, hat noch nicht geklappt. Wir sind hier um zu arbeiten, und genau da hapert es. Da es gerade nur regnet, kann die Ernte nicht losgehen und wir damit nicht im Packhouse. Zur Zeit stehen wir noch auf der Warteliste, wir hoffen das es nach Ostern aber losgeht. Falls ihr euch fragt, warum wir nicht ernten gehen, das ist ganz einfach. Ich bin schlichtweg zu groß. Du hast beim Picking einen großen Behälter am Bauch, und ich müsste auf Knien durch den Orchard. Ich habs getestet und freue mich wieder laufen zu können. Da du auf Leistung bezahlt wirst, ist es ein Knochenjob, mein Respekt an alle Picker, und ich hoffe inständig, dass sie ihr Geld noch bekommen werden.
Nun gut ihr Lieben, wir wünschen euch von Herzen frohe Ostern und ein guten Braten im Ofen. (Bei manchen wächst der ja schon im Bauch und wird größer und größer
) Viele Ostereier und Süßigkeiten, gutes Ostershopping und ein entspanntes Wochenende. Wir denken an euch, freuen uns von Euch zu hören und wünschen Euch schöne Feiertage.
Eure Janine & Tobi
PS: Wir sind begeistert welche Größe „unsere“ Kiwis angenommen haben, wie tief die Äste hängen und was schlechtes und gutes Pruning (Beschneiden) ausmacht. Aber am Meisten sind wir begeistert wie die goldenen Kiwis schmecken. Frisch vom Baum ist es nicht nur ein riesen Unterschied, auch ist geschmacklich nochmal eine Erdumdrehung mehr drin.
PS: Flyfishing ist schwer. Und kostet dich Schmerzen. Ungefähr dreimal musste ich mir den Hacken aus der Schulter ziehen. Wir beruhigend es doch war, back in Pauanui im altbekannten Hexenfluss gleich einen Trout beim Spinning zu angeln. That’s the way i’m loving it.
Fähre nach Norden
Um genau zu sein ist es die Bluebridge Ferry, die uns wieder rüber fahren wird.
Wir freuen uns natürlich sehr, in den sehr frühen Morgenstunden nach Picton zu fahren, aber was tut man nicht alles für sein Backpackerbudget.
Wir verlassen damit Jack und Mike, ich mit etwas Wehmut, allerdings freuen wir uns schon riesig wieder auf Pauanui und unsere Freunde. Bis zum nächsten Mal wird wieder etwas Zeit ins Land gehen, bevor ihr etwas von uns hört. Wir haben Aussicht auf einen Job im Packhaus der Kiwis.
Vor genau 20 Minuten war ich mit Mike zum Schießen gefahren und es hat mir ziemlich Spaß gemacht. Erst haben wir mit einem Zeiss Fernrohr exakt die Meter bestimmt (Hightech…) und dann aus 50 Meter Entfernung auf einen Kanister mir Papierkreuzen geschossen. Entscheident war nicht wo es traf, sondern die Tatsache, dass man immer auf dieselbe Stelle trainiert und zielt, und nach 5 Treffern die “Gruppe” ausfindig macht und nachmisst.
Meine Erste und letzte Gruppe war die Beste, aber seht selbst. Übrigens, das kleine Weiße ist der Kanister auf den ersten zwei Bildern
Cheers,
Eure Janine & Tobi
Ps: Man sieht, dass das Fernrohr noch etwas nachjustiert werden muss, aber es ging ja nur ums “feeling” und daher nicht um den Treffer im Schwarzen, sondern die Häufigkeit des gleichen Treffers




















































